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White Feather: Über persönliche Macht PDF Drucken E-Mail

oder: Neue Regeln für alte Spiele

Viele Menschen halten Macht für etwas Nicht-Erstrebenswertes, weil sie noch nicht gelernt haben, Macht wertneutral zu sehen und sie spirituell zu nutzen. Bei dem einen schwingt vielleicht der Beigeschmack von Machtmissbrauch mit, bei dem anderen Ohnmacht, beim nächsten Allmachtswahn...
„Macht" an sich ist jedoch wertfrei. Es kommt allerdings darauf an, wie sie ausgeübt wird und ob derjenige, der sie nutzt, wirklich seine Machtposition mit der richtigen Einstellung ausfüllt.

Was ist Macht?

Stell Dir eine Wippe vor: Auf der einen Seite sitzt „Machtmissbrauch", auf der anderen „Ohnmacht" oder „Übermacht" und „Machtlosigkeit". Genau in der Mitte, exakt auf dem Punkt, der beide Seiten in Balance hält, befindet sich die Macht an sich. Das ist die einzige neutrale Machtposition in dem ganzen Spiel. Ein Millimeter zu weit nach rechts oder links, und schon kippt die Wippe zu einer der beiden Seiten.

Wo befindest Du Dich gerade? Wo standest du bei den letzten drei größeren Konflikten? Nicht genau in der Mitte? Warum? – Weil Du noch nicht wusstest, was Deine persönliche Machtposition ist und woher jeder einzelne seine Macht bezieht. Okay, Menschen sind es gewohnt, in Polaritäten zu denken, denn sie leben in der Dualität. Die spirituelle Auffassung liegt – wie so oft – genau in der Mitte:

Persönliche Macht als Teil spiritueller Kraft

Jeder Mensch, jedes Wesen ist ein Teil der universellen Schöpferkraft und trägt deshalb einen göttlichen Funken in seinem Herzen. Immer wenn Du diesen Funken verleugnest und immer wenn Du Dein Herz, Deine Liebesfähigkeit verleugnest, kippt die Wippe in die eine oder andere Richtung. Sobald Du diesen göttlichen Funken in Dir wahrnimmst, ihn dankbar, liebevoll und in Demut annimmst, ist es Dir möglich, den Punkt in der Mitte zu finden – in der Mitte der Wippe und in Deiner eigenen Mitte. Bist Du in aufrichtigem Kontakt mit der Schöpferkraft, kannst Du Dich ihr öffnen und sie in Dein Herz einladen. Durch diesen Kontakt wirkt die Schöpferkraft in Dir, und Du kannst mit ihr in der Welt wirken, etwas bewirken. Dann bist Du in Deiner persönlichen Macht und hast Deine Machtposition gefunden.

Doch Vorsicht: Ein Tick zu viel Allmachtsfantasie, ein Deut zu wenig Vertrauen, und die Wippe gerät ins Wanken, weil Du Deine Machtposition wieder verlassen hast. Die Balance hältst Du nur, wenn Deine irdische Schöpferkraft in Übereinstimmung mit der universellen Schöpferkraft ist.

Ganz schön kompliziert und anstrengend, denkst Du? Ach was, ein bisschen hin und her schaukeln macht doch Spaß. Es ist ein Spiel, das sich die Engel ausgedacht haben, damit die Menschen lernen können, ihren freien Willen zu schulen und mit Sinn zu erfüllen. Königsdisziplin ist, immer wieder die Mitte zu finden, der Weg dahin ist ein Teil des großen Spiels des Lebens.

Freier Wille & Sinn

Menschen entscheiden nach ihrem freien Willen, Engel nach dem Sinn. Es ist nicht so, dass alles im Leben Schicksal oder Fügung ist. Denn dann wären Menschen nur Marionetten, mit denen die Götter spielen. (Und nach so vielen 1000 Jahren hätten sie dieses Marionetten-Theater sicher längst aus Langeweile zur Seite gelegt.) Doch weil jeder ein Teil dieser Schöpferkraft ist, darf auch jeder aktiv mitspielen. Also tu das auch, die Zukunft ist nicht festgelegt, Du kannst Deine eigene schöpferische Kraft in diesem Spiel jederzeit neu entfalten. Machst Du das nicht, bist Du automatisch in der Ohnmacht.

Wozu gibt es denn dann Engel oder Götter, fragst Du Dich vielleicht. Genau deswegen! Wenn alle Menschen nach ihrem freien Willen handeln und den Sinn im Rahmen des großen Ganzen oft nicht überblicken, könnte das ganze Gefüge dieser Welt auseinander brechen. Deshalb wachen Engel über den Sinn und das Lebensnetz der Großen Göttin oder auch Mutter Erde. Sie greifen nicht wahllos ins Geschehen ein, um den freien Willen der Menschen nicht zu verletzen, aber sie helfen jedem, der sie zur Zusammenarbeit einlädt und um Unterstützungen bittet. Nur so können sie auf der Erde mitwirken. Deshalb ist es Unsinn, mit einer wegwerfenden Handbewegung zu sagen: „Ich geb das nach oben ab. Das Universum wird's schon richten." Das hieße: die eigene Verantwortung mit abgeben. Die Spirits sind keine Mülleimer für Probleme, keine Wunscherfüllungsgehilfen und schon gar nicht Übermamas, die all ihre Menschleins pampern. Sie sind Kollegen mit anderen Kernkompetenzen, Mitspieler einer anderen Abteilung im Team „Erde".

Spiritueller Dienstweg für Entscheidungen und Handlungen

      Der Dienstweg lautet:

  1. Handle stets zum Wohle aller Beteiligten und im Sinne des großen Ganzen und überprüfe, was Du vorhast, nach den Kriterien Liebe, Eigenverantwortung und Bewusstsein.
  2. Dient Dein Vorhaben diesen Kriterien und dem Wohle aller, so erledige alles, was Du selbst bewältigen kannst (mit Deinem Verstand, Deinem Herzen, Deinen Händen, aus eigener Kraft) gefälligst selbst.
  3. Bei allem, was Du aus eigener Kraft nicht selbst (er)schaffen kannst, lade Spirits zur Zusammenarbeit ein, d.h. Du erledigst Deinen Teil und sie unterstützen Dich dabei mit ihren Fähigkeiten.
  4. Wenn Du diese Möglichkeiten ausgeschöpft hast oder an einem Punkt stehst, an dem Du die Konsequenzen, den Sinn Deiner schöpferischen Tätigkeit nicht mehr überblicken kannst, wenn die Entscheidung für oder gegen eine Handlungsweise so auf Kipp steht, dass Du trotz aller Bemühungen nicht erkennen kannst, ob sich dein Vorhaben konstruktiv oder destruktiv auf das große Ganze auswirkt, dann gib den Verlauf, die Verwirklichung an die Kollegen in der feinstofflichen Welt weiter und warte ab, auf welche Weise sie es regeln. Das nennt man dann Demut.

Der Punkt der Demut befindet sich genau in der Mitte der Wippe unter der Position der persönlichen Macht; es ist der Punkt auf dem die ganze Wippe ruht. Demut ist also nicht mit Ohnmacht oder Abgabe von Verantwortung oder gar Unterwerfung zu verwechseln. Wenn Du aus Deiner Ohnmacht aussteigst, Deine persönliche Macht im Sinne der Schöpferkraft annimmst, Verantwortung für Deine Handlungen übernimmst und dabei an den Punkt kommst, wo Du den Rahmen des großen Ganzen nicht mehr überblicken kannst, dann verneige Dich demütig vor den Instanzen, die einen größeren Überblick haben. Demut ist die große Schwester des Dienens. Und Macht in diesem Sinne erhält nur derjenige, der dem großen Ganzen, dem Lebensnetz der Göttin dient (siehe Punkt 1 des Dienstweges).

Über den eigenen Schatten springen

Und genau das ist es, warum es vielen Menschen leider schwer fällt, ihre eigene Macht anzunehmen: Möchtest Du Macht besitzen, um Deine persönlichen Ziele spontan auf Teufel komm raus (kleiner Scherz) gegebenenfalls auf Kosten anderer zu erreichen? Oder nimmst Du Deine persönliche Machtposition ein, um konstruktiv für alle Beteiligten zu handeln und mit Deinem Teil der Schöpferkraft in Einklang mit dem göttlichen Plan dem großen Ganzen zu dienen?

Wenn die inneren Teufelchen und Saboteure draußen sind, können die Engelchen wunderbar wirken. In Demut und Liebe hast Du unbegrenzte Macht, die Dir so lange zur Verfügung gestellt wird, wie Du sie im Sinne der Schöpferkraft nutzt.

Verzweifle nicht, falls Du diese Form der Macht zunächst vielleicht nur für ein paar Sekunden in Dir spürst. Wie lange hast Du gebraucht, bis Du laufen konntest? Und wie oft bist Du dabei hingefallen ? Aber es hat sich dennoch gelohnt, nicht wahr? Also hab Geduld mit Dir, wenn's Dich manchmal aus der Mitte der Wippe schubst.

Voraussetzung, um die eigene Machtposition einzunehmen

Was Du brauchst, um Deine persönliche Macht auf spirituelle Weise zu leben, weißt Du jetzt. Um in dieses Wipp-Spiel einzusteigen, gibt es noch eine Vorbedingung:

Wenn Du bisher zu viel Macht an andere(s) abgegeben hast, hole sie Dir zuerst zurück, denn es ist Deins. Zu viel abgegeben haben sowohl die, die sich ohnmächtig fühlen, als auch die Übermächtigen. Denn Letztere sind oft dermaßen schwache Persönlichkeiten, dass sie sich über Angst, Druck, Machtdemonstration beweisen müssen. Nähme man ihnen diese fremden Machtanteile, würden sie zu einem kläglichen Haufen Selbstmitleid zusammensacken.

Stell Dir das so vor: Ein Strichmännchen steht in einem geräumigen Luftballon. So sieht der Ideal-Zustand seiner persönlichen Macht aus. Füllt er seine Macht nicht vollständig aus, schrumpelt der Ballon zusammen. Der frei gewordene Raum findet schnell einen Abnehmer, weil genügend machthungrige Mitspieler da sind, die sich des Machtanteils, der aktuell nicht genutzt wird, gern bemächtigen. Und wo es was zu futtern gibt, bleibt man doch gerne und saugt genüsslich weiter, bis der Schrumpel-Ballon nur noch so klein ist wie das ohnmächtige „Opfer" in ihm. Der Ballon des Machtgierigen wird dadurch immer größer. Man spricht dann auch gern von Ego-Aufblähung bis Allmachtswahn.

Findet nun das Strichmännchen im Schrumpel-Ballon heraus, wo seine Macht geblieben ist (z.B. Personen, Ängste, Verhaltensmuster), kann er seinen Ballon leicht wieder aufpumpen, einfach durch die Entscheidung, seine persönliche Macht einzunehmen, auszufüllen und konstruktiv zu nutzen. Das Bläh-Männchen muss erst einmal die fremde, von anderen angeeignete Machtluft aus seinem Ballon ablassen und wird mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen müssen, dass dann nichts mehr übrig bleibt. Erst dann kann es dieselbe Entscheidung treffen. Manchmal kommt es auch vor, dass ein Ballon platzt (z.B. durch sog. Schicksalsschläge). An dieser Stelle macht Schicksal Sinn, den es zu erschließen lohnt. Es könnte eine Abkürzung sein.

Neue Anleitung für Macht-Spiele

Das Ganze nennt sich Macht-Spiel. Und Spiele machen dann besonders viel Spaß, wenn es keine Verlierer gibt, sondern alle miteinander spielen, damit jeder dabei gewinnt, lernt und Spaß hat.

Die Regeln sind einfach:

  • Finde die Balance auf Deiner Wippe.
  • Halte sie so lange wie Du kannst.
  • Wenn Du kippst, beginn von vorn.
  • Und verrate Deinen Mitspielern alle Tricks, die Du dabei herausfindest
  • und natürlich diese neuen Spiel-Regeln.

In diesem Sinne viel Spaß beim Spielen

Euer White Feather

(18.9.2012)

 

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Ilka Frank - Engel & Erde, Hinüberstr. 4, 30175 Hannover
Tel: 0511 – 700 36 191, Email: info(at)engel-und-erde.de


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